All in CBDC

Die Europäische Zentralbank erwägt, einen digitalen Euro einzuführen. Das ist ein gefährliches Unterfangen. Es öffnet der Verstaatlichung des Kreditmarktes und der totalen Überwachung der Bürger Tür und Tor. Ein Gastbeitrag von Thorsten Polleit, Chefvolkswirt beim Goldhändler Degussa. Von Thorsten Polleit

Zürich - Die Schweizerische Nationalbank hat zusammen mit einer Gruppe von Zentralbanken einen Bericht zum Thema digitales Zentralbankgeld vorgelegt. Dieser untersucht die für eine Einführung notwendigen Bedingungen. Ob eine der Zentralbanken tatsächlich digitales Geld herausgeben wird, ist noch nicht entschieden. (Redaktion punkt4)

Weltweit experimentieren mehrere Zentralbanken mit elektronischem Geld, das explizit gegen die Entstehung von Parallelwährungen im Stil von Libra gerichtet ist. Dazu gehört auch eine Gruppe von ETH-Professoren in der Schweiz. Von Andreas Britt

China will den E-Yuan als flächendeckende Digitalwährung einführen. Damit will sich der Staat nicht nur unabhängiger vom US-Dollar machen, sondern auch weltweite Marktführerschaft bei der Blockchain-Technologie erlangen. Europa dürfe nicht weiter zurückfallen, warnen Experten. Von Ning Wang

Den Euro könnte es in der gewohnten Form bald nicht mehr geben. Denn die Europäische Zentralbank (EZB) steht unter Zugzwang: Wegen Fortschritten bei digitalem Zentralbankgeld (CBDC) in China und den USA sowie bei der Facebook-Währung Libra muss sie nachziehen. Wie weit ist die Alternative zu Münzen und Scheinen schon? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen. Von Michael Schubert